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Kurkuma. Eine Wurzel mit vielen Heilwirkungen

Kurkuma
Kurkuma ist eine erstaunliche Wurzel mit einer entzündungshemmenden, antiviralen, antibakteriellen und antioxidativen Wirkungsweise.

Ein jahrtausendealtes Heilmittel ist vor einigen Jahren in den Fokus des Interesses gerückt. Es wurde neu interpretiert und mit dem nötigen wissenschaftlichen Background versehen, um nicht nur seine voll entfaltete Wirkungskraft darzulegen, sondern auch die Anerkennung einzufordern, die ihm gehören sollte.

Die Rede ist von Kurkuma (Curcuma longa). Kurkuma zieht nicht neu in die Küchen und Köpfe der Konsumenten ein, sondern es war eigentlich schon immer da. Nur erkannte man die positive Wirkkraft der Wurzel lange Zeit nicht, da sie lediglich ein Dasein als EIN Bestandteil von Currygewürzmischungen oder Gewürzsalzmischungen darstellte. Bald aber sollte Kurkuma DER Bestandteil sein, der so viel positive Eigenschaften verbindet – denn in Kurkuma steckt viel Überraschendes, Heilsames und Unverwechselbares. Ob für Küche, kosmetische Zwecke oder als medizinisches Heilmittel, Kurkuma ist in aller Munde und das nicht ohne Grund.


Kurkuma. Eine schöne Pflanze und eine heilsame, goldgelbe Knolle

Die gelb leuchtende Kurkuma, auch unter dem Namen Indischer Safran oder Gelbwurz bekannt, ist  Bestandteil des Currygewürzes. Kurkuma zählt zu den Ingwergewächsen. Es besitzt ein volles, holziges und blumiges Aroma mit einer Zitrusnote. Man vermutet, dass die Pflanze ursprünglich aus Südasien stammt, die genaue Herkunft konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden.

Die Kurkuma Pflanze wird heute in den indischen, indonesischen, chinesischen und südamerikanischen Tropen angebaut, da die Pflanze ein warmes Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit bevorzugt. Sie besitzt kahle, längliche Laubblätter mit lilienartigen großen gelben oder rosafarbenen Blüten und wächst bis zu zwei Meter hoch. Der Wurzelstock benötigt ein Jahr, bis er ausgereift ist. Er hat verzweigte und zylindrische Sprossen, die wie Ingwer aussehen.

Im Gegensatz zu Ingwer weisen sie im Inneren eine gelbe Farbe auf. Aus diesen als Rhizomen bezeichneten Wurzelstöcken wird das Kurkumapulver hergestellt. Es handelt sich dabei um das Pulver, das der venezianische Seefahrer Marco Polo im 14. Jahrhundert das erste Mal nach Europa brachte.

Kurkuma Video von Dr. Petra Bracht

Geschichte von Kurkuma

Kurkuma zählt zu den ältesten traditionellen Heilmitteln der Welt. Die gesundheitsfördernden Wirkungen von Kurkuma wurden schon vor über 4.000 Jahren in China und Indien beschrieben. Die Kurkuma Pflanze ist Bestandteil der Ayurveda-Medizin und wird dort mit Pfeffer und Ingwer vermischt. Grund hierfür ist, dass Pfeffer die Wirkung von Kurkuma verstärkt. In schriftlichen Abhandlungen damaliger Mediziner tauchte Kurkuma das erste Mal im Jahr 600 vor Christus auf. Der griechischen Arzt Dioskurides verfasste ein Heilbuch und wies in diesem auf Kurkuma hin. Er bezeichnete die Pflanze erstmalig als Heilmittel.

Auch in vielen anderen Kulturen finden sich schriftliche Hinweise, dass Kurkuma als Gewürz und Heilpflanze seit langer Zeit hoch geschätzt ist. So wird in Indien Neugeborenen bis heute ein gelber Punkt mit Kurkuma auf die Stirn gemalt, um ihnen Glück zu bescheren. Auf den pazifischen Inseln gilt "der gelbe Safran" als magische Pflanze. Bewohner der Inseln tragen ihn in Amuletten als Schutz vor bösen Geistern bei sich und verkaufen diese in unseren modernen Zeiten an Touristen aus der ganzen Welt. Im alten Orient benutzte man den gelben Farbstoff der Pflanze zum Färben von Mönchsgewändern. Das gelbe Pulver findet darüber hinaus in der indischen und südasiatischen Küche Verwendung.

Die vom deutschen Gesundheitsministerium eingesetzte Kommission zur Bewertung der Wirksamkeit von Präparaten auf pflanzlicher Basis und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigen die Heilwirkungen der Pflanze. Kurkuma regt das Verdauungssystem und den Appetit an, besitzt entzündungshemmende sowie antibakterielle Wirkung.

Inhaltsstoffe & Wirkungen von Kurkuma

Die Kurkuma Pflanze liebt Wasser und braucht eine Menge davon. Durch die intensive Wasseraufnahme saugt sie eine Fülle von Mineralstoffen und Spurenelementen aus dem Boden. Die Planze synthetisiert daraus unzählige Phyto-Moleküle. So weist Kurkuma ätherisches Öl, Stärke, die organische Verbindung Ferulasäure und den sekundären Pflanzenstoff Kaffeesäure auf. Auch Vitamine und Mineralstoffe sowie Eiweiß und Resin, ein flüssiges Naturharz, sind in geringen Mengen enthalten. Insgesamt konnten über 90 verschiedene Inhaltsstoffe nachgewiesen werden.

In den Wurzelstöcken der Kurkumapflanze befindet sich auch das Curcumin. Curcumin ist der gelbe Farbstoff, der zugleich antioxidativ wirkt. Es wird von der Pflanze zum eigenen Schutz und als Wirksubstanz und Abwehrstoff vor Krankheitserregern, Bakterien und Fressfeinden produziert. Curcumin ist lipophil. Das bedeutet, dass es sich gut in öligen Substanzen auflöst und gleichzeitig selber als Fettlöser gilt.

Allerdings ist es wasserunlöslich, organischen Lösungsmitteln wie Ethanol jedoch hält Curcumin nicht stand. In sehr hohen Dosierungen kann Curcumin Nebenwirkungen verursachen. Diese schlagen sich in Form von Darmbeschwerden, Sodbrennen, Erbrechen, Übelkeit und Durchfall nieder.

Wirkungen von Kurkuma

Wissenschaftler und vor allem Ärzte wunderten sich schon lange Zeit über die angebliche Bandbreite der Heilkraft der unansehnlichen Wurzelknolle der asiatischen Dschungelböden. Erst mit der Entwicklung hochmoderner Analyseverfahren wie d photometrischen Analysen, Elektrophorese, RNA-Biologie, Strukturbiologie, Ionenaustauschverfahren uvm. konnt man in den letzten Jahrzehnten die heilenden Stoffwechselprozesse der Kurkuma genauer identifizieren.

Nicht umsonst erscheinen mittlerweile immer noch fast wöchentlich neue Studienergebnisse zu Kurkuma in der National Library of Medicine. Nahezu alle großen Pharmafirmen widemen sich speziell dem Wirkstoff Curcumin, der in Symbiose mit allen weiteren Inhaltsstoffen der Kurkuma-Pflanze eine echte Rarität in der Zellforschung darstellt.

Kurkuma regt den Appetit und die Gallenblasenfunktion sowie das Atmungssystem an. Es besitzt leberschützende Eigenschaften, ist antibakteriell und antimikrobiell.

Als Medizin verwendet wirkt es bei

  • Kreislaufproblemen,
  • Pilzinfektionen,
  • Gebärmuttererkrankungen,
  • Menstruationsproblemen,
  • Rheuma,
  • Arthrose,
  • Hepatitis und
  • verschiedenen Entzündungsbeschwerden.

Kurkuma arbeitet harntreibend und cholesterinsenkend, stärkt die Nerven und beugt Thrombosen vor. Zudem verhindert es Fettablagerungen in den Arterien und kann präventiv gegen Herzinfarkt und Schlaganfall eingenommen werden.

Die in der Kurkuma enthaltenen Farbstoffe sind stark oxidationshemmend und bekämpfen freie Radikale, die Zellschäden im Körper verursachen können und zu Folgeerkrankungen wie Krebs führen. Sie haben auch entzündungshemmende Eigenschaften, das bedeutet, sie verhindern die Synthese der entzündungsauslösenden Gewebehormone. Deshalb findet sich Kurkuma in vielen Salben gegen Hautkrankheiten. Auch bei Osteoporose wird Kurkuma eingesetzt, denn der Farbstoff Curcumin baut die Zellen ab, die die Knochensubstanz angreifen und stoppt so den Knochenschwund.

Weiterhin unterstützt der Wirkstoff den Körper bei der Bildung von weißen Blutkörperchen. Von hoher Bedeutung ist auch, dass Kurkuma im menschlichen Körper die Aufnahme von Sauerstoff optimiert und somit die Blutwerte verbessert. Da der Farbstoff Curcumin die Blut-Hirn-Schranke passieren kann, wird er bei der Behandlung von Demenz, Alzheimer oder Multiple Sklerose verwendet. Das Gehirn bleibt damit leistungsfähig. Auch konnte nachgewiesen werden, dass die Inhaltstoffe von Kurkuma Krebszellen zerstören und die Bildung von Tumorzellen verhindern.

Da Kurkuma die Kraft hat, stimulierend auf Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zu wirken, verbessert Kurkuma zusehends die Werte des Blutzuckerspiegels. Die Produktion von Insulin wird angestoßen, der Blutzuckerspiegel bleibt auf einem stabilen, gesunden Niveau. Studien haben gezeigt, dass Kurkuma den Ausbruch der Diabeteskrankheit hinauszögern können. Die Insulinresistenz konnte dabei deutlich in die Länge gezogen werden. Auch das Risiko an schweren gesundheitlichen Folgen von Diabetes zu erkranken, kann durch die Einnahme von Kurkuma abgeschwächt werden. Bei einem gesunden Blutzuckerspiegel werden die Zellen nicht zusätzlich mit der Aufgabe belastet, Glucose im Übermaß verarbeiten zu müssen. So wirkt Kurkuma auch hier als aktiver Zellschutz.

Nebenwirkungen von Kurkuma

Das Curcumin bzw. die Curcumoide sind in ihrer natürlichen Form, eingebettet in ihre anderen Biostoffe, ungefährlich besonders sogar potentiell heilend für Mensch und Tier. Solange also dieser potente Wirkstoff aus der Knolle gelb leuchtet, ist alles in Ordnung. Da die Pharmaindustrie allerdings sehr bemührt ist, das Cucrumin in hoher Dosierung und isoliert an die Frau und den Mann zu bringen, sollten Beipackzettel der Kurkuma-Präparate gelesen werden. Es kann mitunter zu Magen-Darmbeschwerden wie Durchfall oder Übelkeit, Blutdruck-Unregelmäßigkeiten, Eisenspiegel Unregelmäßigkeiten und weiteren kommen.

Wissenschaft und Medizin rund um Kurkuma

In der ayurvedischen Medizin wird Kurkuma als natürliches Antibiotikum beschrieben, dass gleichzeitig Energie und Wärme verleiht. Es wird angewendet:

  • bei Nervenschwäche,
  • mentalen Problemen,
  • als natürliches Schönheitsmittel und
  • als Aphrodisiakum

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mit der Kurkuma-Pflanze. Es gibt rund 5.000 wissenschaftliche Publikationen und Studien, die bestätigen, dass die Wirkstoffe des gelben Safrans gegen viele Krankheiten eingesetzt werden können. Dabei hilft die Pflanze bei präventiven wie therapeutischen Behandlungen. Die neuesten Studien untersuchen, ob Kurkuma auch bei Aids helfen kann. Die wissenschaftliche Forschung zur Wirkung von Kurkuma bei diesem Krankheitsbild steht allerdings noch am Anfang.

Die WHO hat die Effektivität von Kurkuma anerkannt und bestätigt eine Wirkung bei der Behandlung von Verdauungsstörungen und Magenbeschwerden, Übelkeit, Appetitverlust, Entzündungen und Völlegefühl. Kurkuma besitzt geringe Bioverfügbarkeit, das bedeutet, der Wirkstoff wird vom Körper nur langsam und nicht in vollem Umfang aufgenommen. Allerdings gibt es Substanzen, welche die Wirkung und Aufnahme im Körper erhöhen. Bei Kurkuma ist das der schwarze Pfeffer, auch Piperin genannt. Er wird bei den meisten medizinischen Behandlungen beigemischt.

Anwendungen von Kurkuma

Anwendungsgebiete von Kurkuma
Abbildung: Die wichtigsten mosmetische und medizinischen Anwendungsgebiete von Kurkuma in der Übersicht

Kurkuma wird hauptsächlich als verdauungsförderndes Mittel und bei Störungen der Galle und des Magens eingesetzt. Die Pharmaindustrie ist vor allem an der therapeutischen Anwendung von Kurkuma interessiert.

Auch wenn die Wirkungsweisen von Kurkuma durch hunderte von Studien bereits gesichert sind, sind die Anwendungsgebiete und Therapieerfolge für Curcumin nicht unbedingt gesichert. Da Heilerfolge sowieso individuell sind, spricht auch jeder etwas anders auf eine Kurkuma-Therapie an. Belegt ist jedoch, dass Curcumoide in praktisch sämtlichen Körperzellen wirksam werden, teils passiv als Bestandteil des Immunsystems und teils direkt in der Behandlung von Beschwerden und Krankheiten. Curcumin kann entsprechend einen vorbeugenden oder auch heilenden Beitrag zur Gesundheit leisten bei:

  • Akne
  • Allergien (Hautallergien, Heuschnupfen, etc.)
  • Blähungen
  • Bronchitis
  • Darmträgheit
  • Durchblutungsstörungen
  • Durchfall
  • Erkältung/Grippe
  • Frauenleiden (PMS, Mestruationsschmerzen etc.)
  • Gedächtnisschwäche
  • Gelenkschmerzen
  • Hämorrhoiden
  • Husten
  • Immunschwäche
  • Impotenz
  • Konzentrationsschwäche
  • Krampfadern und andere Venenleiden
  • Kreislaufbeschwerden
  • Magen-Darm Probleme
  • Nasenbluten
  • Nasennebenhölenentzündung
  • Nesselsucht
  • Niedriger Blutdruck
  • Reizblase
  • Rheuma
  • Rückenleiden (Bandscheibe, Ischias etc)
  • Wundbehandlung
  • Zahnfleischentzündung

Da der Farbstoff Curcumin nicht patentiert ist, kann er weltweit frei vertrieben werden. Patente werden abgelehnt, da Kurkuma natürlichen Ursprungs ist und bereits seit Jahrhunderten in der traditionellen Volksmedizin Anwendung findet. Es ist in Pulverform oder auch als getrocknete Wurzel erhältlich. Zur Prävention und Nahrungsergänzung gibt es Kurkuma zudem in Kapselform, als Tablette, als Tropfen und als Kombinationspräparat. Der im Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin wird zu Öl verarbeitet und als pharmakologischer Wirkstoff eingesetzt.

Pro Tag sollten nicht mehr als 100 bis 300 Milligramm Kurkuma zu sich genommen werden. Das frei verkäufliche gelbe Pulver weist keine hohen Konzentrationen auf und übt nur geringfügige Effekte auf den Körper aus. Um den Wirkungsgrad dauerhaft zu erhöhen und zu stabilisieren, sollte man Kurkuma regelmäßig einnehmen. Besonders im Winter ist Kurkuma ein Verstärker des Immunsystems.

Bei der Behandlung von bestimmten Krankheiten ist es erforderlich, zuvor einen Arzt aufzusuchen und mit ihm Rücksprache zu halten. Bei einer Leber- oder Gallenentzündung sollte Kurkuma nicht konsumiert werden. Auch wurden Wechselwirkungen von Kurkuma in Zusammenhang mit einer Chemotherapie deutlich, was Experten den Rat abringt, während einer Chemotherapie kein Kurkuma zu konsumieren. Wer Medikamente nimmt, die den Blutzuckerspiegel oder die Cholesterinwerte optimieren sollen, muss auf diese Werte während der Kurkuma-Anwendung ein wachsames Auge haben, denn auch Kurkuma wirkt sich hier regulierend aus. Schwangere und Kinder sollten Kurkuma ohne ärztlichen Rat nicht einnehmen, auch wenn Kurkuma kaum Nebenwirkungen besitzt.

Kurkuma in der Kosmetik

Der pflanzliche Wirkstoff Kurkuma kommt auch in Kosmetikprodukten zur Haut- und Haarpflege zum Tragen. Es wirkt keimtötend und fördert die Durchblutung der Haut. Es lindert Schwellungen und Hautrötungen und ist ein hervorragendes Mittel für die Bekämpfung von Mitessern und Pickeln sowie fettiger Haut. Da Kurkuma Antioxidantien enthält, schützt es vor Hautalterung. Der gelbe Safran, der häufig als teure Variante von Kurkuma gehandelt wird, findet sich als Inhaltstoff in Gesichtsmasken, Hautcremes, Gesichts- und Körpercremes und Körperpeelings wieder. Zudem wird es Shampoos und Seifen beigemischt, da es das Haar kräftigt, brüchiges Haar repariert und dem Haar Elastizität verleiht.

Aufgrund der reinigenden Wirkung auf die Haut hat sich Kurkuma längst einen Weg ins Beautyregal gebahnt. Viele Kurkuma Anhänger mischen sich Cremes und Peelings selbst an. Möglich wird dies durch einen gekonnten Mix von Kurkuma mit anderen natürlichen Produkten. So wird im Handumdrehen ein Antifaltenmittel oder eine Peeling Mischung angerührt, eine Nachtcreme oder eine reinigende Akne-Creme gemischt. Auch kann Kurkuma als Feuchtigkeitsmaske abgemischt werden. Dies verstärkt noch einmal den positiven Effekt, den Kurkuma in der Kosmetik hat: Es wirkt als Antioxidans, entzündungshemmend und antiseptisch und motiviert die körpereigene Kollagenbildung.

Kurkuma zum Würzen

Kurkuma ist seit Jahrtausenden Bestandteil der indischen Küche und wird als einzelnes Gewürz zum Verfeinern von Gerichten oder als Curry-Gewürzmischung verwendet. Es wird vor allem Gemüse- Bohnen- und Linsengerichten hinzugegeben und auch die spanische Paella kommt ohne Kurkuma nicht aus. In der iranischen und afrikanischen Küche wird das gelbe Pulver für Eintöpfe und Fleischgerichte verwendet.

Kurkuma kann Dips und süßen Gerichten beigemischt werden. In heißes Wasser gerührt wird Kurkuma auch als Tee getrunken, allerdings ist die Anwendung von Tee aufgrund der geringen Wasserlöslichkeit eher nicht empfehlenswert. Im Rahmen von Diäten wird das Pulver morgens mit Quark und Leinöl vermischt zum Verzehr vorbereitet.

Kurkuma gegen Krebs

Die Onkologie erforscht seit mehreren Jahren die Heilwirkungen von Kurkuma als Naturheilmittel gegen Krebs. Denn der gelbe Farbstoff Curcumin, der in großer Menge in der Pflanze enthalten ist, besitzt chemopräventive Eigenschaften. Bisher wurden allerdings nur Labortests mit Tieren durchgeführt. Diese bestätigen eine krebshemmende Wirkung bei verschiedenen Krebsarten. Auch in einem fortgeschrittenen Krebsstadium verringerte sich die Metastasenbildung nachweislich.

Das liegt zum einen daran, das Curcumin krebserregende freie Radikale zerstört, die sich im Körper befinden. Curcumin beeinflusst das menschliche Immunsystem positiv, da es das Wachstum von T-Lymphozyten eindämmt. Krebs ist ein Prozess, bei dem Mitochondrien durch Schädigungen, wie technische Strahlung, Umweltgifte oder chronische Entzündungen, langsam absterben. Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ der Zellen, sie sind also für die interzellularen Aktivitäten hauptsächlich verantwortlich. Fehlen Mitochondrien, ist die Zellatmung nachhaltig gestört. Das bedeutet, die Zellen müssen die Energie, die sie benötigen, durch andere Maßnahmen produzieren und der Krebs breitet sich aus. Wenn die Mitochondrien sich allerdings wieder vermehren, gesunden die Zellen und eine Krebsheilung ist möglich.

Kurkuma wird zudem in der Krebstherapie eingesetzt, weil es nachweislich das Wachstum von Krebstumoren hemmt, aktiv dabei hilft, Metastasen zu reduzieren und ganz allgemein einen wertvollen Beitrag dazu leistet, dass das Immunsystem stimuliert wird. Auf die Tumorbildung hat Kurkuma einen entscheidenden Einfluss, denn

  • der Zelltod von Tumorzellen wird begünstigt,
  • die Ausbildung von Tochterzellen wir unterbunden und
  • die Ausbreitung der Tumorzellen wird so verhindert.

Langfristig betrachtet hat Kurkuma die Stärke, gesunde Zellen und deren Membran zu unterstützen und die Zellmembran von Tumorzellen zu schwächen.

Curcumin hilft, aufgrund der entzündungshemmenden, entgiftenden und antioxidativen Eigenschaften, die Mitochondrien und die Zellen wieder herzustellen und die mutierenden Krebszellen zu zerstören, ohne dabei gesunde Zellen anzugreifen. Bisher konnte in Studien nachgewiesen werden, dass Kurkuma bei den Krebsarten hilft:

  • Darmkrebs,
  • Brustkrebs,
  • Prostatakrebs und
  • Hautkrebs

Darreichungsformen von Kurkuma

Kurkuma Kapseln

Kurkuma Kapseln
Kurkuma Kapseln sind die ideale Form, um Kurkuma einfach zu portionieren und auf unterwegs mitzunehmen.

Die Kurkuma Kapseln sind rein pflanzliche Kapseln, die Kurkuma und Peperin enthalten. Die Zugabe des schwarzen Pfeffers erfolgt, damit die Wirkstoffe vom Körper besser aufgenommen werden können.

Das für die Kapseln verwendete Kurkuma stammt aus kontrollierten Anbauflächen in Indien. Das Wurzelwerk wird nach rund 11 Monaten aus dem Boden ausgegraben und getrocknet. Anschließend wird die äußere Rinde entfernt und die Knolle vermahlen. Das dadurch entstehende, gelbe Kurkuma Pulver wird ohne Beigabe von Zusatzstoffen in die Kapseln gegeben. Die Kapselhülle besteht aus laktosefreier Zellulose. Da Kurkuma lichtempfindlich ist, befinden sich die Kapseln häufig in einem Braunglas, das vor UV-Licht schützt. Die Kapseln sollten gut verschlossen an einem dunklen und trockenen Ort aufbewahrt werden.

Die Kurkuma Kapseln dienen zur Nahrungsergänzung und Prävention. Sie wirken vor allem bei Verdauungsstörungen und regen die Leber an, mehr Gallensäure auszuschütten. Diese wiederum bindet Nahrungsfette und macht das Fett verdaulich. In der Folge lösen sich Blähungen auf und das Völlegefühl verschwindet. Weiterhin tragen Kurkuma Kapseln zu einer cholesterinbewussten Ernährung bei und halten Zähne und Zahnfleisch kräftig und gesund.

Die Inhaltsstoffe von Kurkuma wirken sich auch positiv auf das Hautbild aus. Bei täglicher Einnahme wird das Hautbild verbessert und verjüngt. Die Bestandteile, die in Kurkuma enthalten sind, werden als Curcumin bezeichnet. Dieser Pflanzenstoff weißt einen höheren ORAC-Wert auf, als andere natürliche Heilpflanzen. Er gibt die antioxidative Wirkung eines Lebensmittels an und damit die Fähigkeit, Zellstrukturen im Körper zu schützen und freie Radikale abzubauen. Bei Kurkuma liegt der ORAC-Wert bei fast 160.000.

Die empfohlene Tagesdosis sollte nicht mehr als drei Kapseln betragen. Diese enthalten rund 1400 mg Kurkuma, 40 mg Curcumin und 15 mg schwarzen Pfefferextrakt. Die Kapseln sollten mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Da sie eine höhere Konzentration besitzen, als das Kurkumapulver, das man zum Kochen verwendet, ist es ratsam, vor der Einnahme Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker zu halten. In Einzelfällen können leichte Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Sodbrennen, Brechreiz, Übelkeit und Durchfall auftreten.

Kurkuma Pulver und Kurkuma Saft

Kurkuma Pulver
Kurkuma Pulver ist ideal für die Küche, um Kurkuma Getränke zu zaubern oder Speisen zu würzen.

Ein weiteres gängiges Präparat, um regelmäßig Kurkuma zu konsumieren, ist das Kurkuma Pulver, das es ebenfalls im Handel gibt. Kurkuma Pulver muss mit Bedacht verwendet werden, weil Kurkuma ohne Peperin aus schwarzem Pfeffer eine schlechte Bioverfügbarkeit aufweist. Eben deswegen ist es nötig und wichtig, bei Kurkuma Rezepten auf die Beigabe von Piperin zu achten, um eine bessere Absorption im menschlichen Körper erreichen zu können. Auch haben es diejenigen schwer, die Kurkuma schlicht in Wasser einrühren wollen, denn Kurkuma ist nicht wasserlöslich und würde sich nach einer kurzen Zeit am Boden des Glases ablagern.

Wer um diese Spielregeln im Umgang mit Kurkuma weiß, der kann sich auch an Kurkuma Pulver heranwagen, was einen deutlich höheren Kreativitätsfaktor mit sich bringt als die schlichte Einnahme von Kapseln. Um den menschlichen Körper beim aktiven Zellschutz zu unterstützen, sollten täglich drei Gramm Kurkuma konsumiert werden. Das ist nicht viel in Anbetracht der Tatsache, dass sich Kurkuma Pulver vergleichsweise einfach in Speisen und Getränke einrühren lässt.

Wer sich indes unsicher ist, die richtigen Begleiterscheinungen für Kurkuma selbst kreieren zu können, kann zu Beginn der meist langjährigen Kurkuma Freundschaft auch Kurkuma Saft verwenden. Dieser ist bereits mit Peperin angereichert und hat in aller Regel auch eine Öl-Komponente, die Kurkuma „transportabel“ macht.

Kurkuma in der Küche

Kurkuma Speise-Rezepte

Kurkuma, das in europäischen Küchen als günstiger Safranersatz verwendet wird, ist weit mehr als nur Lückenbüßer. Neben seiner leuchtend gelben Farbe besitzt das Gewürz viele ätherische Öle und gesundheitsfördernde Eigenschaften. Der bitter-süßscharfe Geschmack mit holzigem Aroma verleiht vielen Gerichten einen einzigartigen Geschmack. Wem das zu intensiv ist, der kann Curry verwenden. In dieser Gewürzmischung ist Kurkuma beigemischt. Am besten passt Kurkuma zu Reis-, Kartoffel- und Gemüsegerichten.

Kurkuma Getränke-Rezepte

Kurkuma lässt sich im Übrigen nicht nur für das Würzen von Speisegerichten sonder auch für Getränke verwenden. Vor allem auch in der Getränkebrauerei ist Kurkuma ein gern gesehener Gast, denn er trägt dem neuen Bewusstsein Rechnung, ganz bewusst auf die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme zu achten. Der erklärte Klassiker ist mittlerweile die „Goldene Milch“ geworden, die wahrlich goldgelb erscheint und Kaffee in seiner belebenden Wirkkraft durchaus Konkurrenz machen könnte.

Daneben haben auch hier Rezepte den Markt erobert, die einem bestimmten Zweck zugeschrieben sind. Gegen Schmerzen und bei Entzündungen helfen Kurkuma Getränke ebenso gut wie Kurkuma Kapseln. Auch zur Unterstützung des Immunsystems, zur Motivation der Stoffwechseltätigkeit oder einfach nur als farbenfrohe Sommer-Cocktail-Alternative sind Kurkuma Getränke längst gesellschaftsfähig geworden.

 

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Hinweis:
kurkuma-wirkung.de