Kurkuma in der Ayurveda


Kurkuma in der Ayurveda

In der jahrtausend alten Ayurveda Medizin Indiens ist Kurkuma als Heilmittel geschätzt, vor allem für seine positive Anwendung bei Verstopfung, Bauchkrämpfen, Völlegefühl, Übelkeit und Appetitlosigkeit.

Wer die enge Verbindung zwischen Ayurveda und Kurkuma ergründen möchte, der muss sich zunächst einmal darüber klar werden, was Ayurveda ist. Dabei gilt es beide Seiten zu beleuchten: Das Eigenverständnis der medizinischen oder heilkundlichen Richtung ebenso, wie die Sicht der Schulmedizin auf die alternative Methode.

Mit dem Begriff „Ayurveda“ wird das medizinische System Indiens bezeichnet. Ayurveda ist mittlerweile als Heilkunde angesehen, wissenschaftlich aber sind die Studien-Lücken zu groß, um neben der klassischen Schulmedizin bestehen zu können. Ob Ayurveda jemals schulmedizinisch akzeptiert werden wird, bleibt abzuwarten.

Ayurveda – Heilkunde zwischen zwei Welten

Elemente in der Ayurveda
In der Ayurveda besteht der menschliche Organismus ebenso wie die umgebende Welt aus Atomen der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther aufgebaut.

Die Strukturen hinter der heilkundlichen Richtung von Ayurveda sind so anders als in der Schulsystem, so anpassungsfähig und individuell, dass sie sich nur schwer in das schulmedizinische Korsett pressen lassen.

Um die Chancen von Ayurveda nutzen zu können, ist es wichtig zu erkennen,

  • dass Ayurveda ebenso wie die Schulmedizin zur Linderung von Beschwerden Zeit braucht. Und dieser Zeitraum kann kürzer oder länger ausfallen.
  • dass das Vorurteil besteht, dass Ayurveda erst angewandt werden darf, wenn die Schulmedizin keine Möglichkeiten mehr sieht. Sinnvoller für das Patientenwohl ist eine kombinierte Behandlung. Dafür ist es nötig, dass sich die Vertreter der Ansätze aufeinander zu bewegen.
  • dass Ayurveda frei von Nebenwirkungen ist. Wäre dies der Fall, wäre auch die Wirkung der Heilkunde nur begrenzt. Vor diesem Hintergrund ist auch ein wacher und kompetenter Umgang mit dieser Form der Heilkunde nötig.
  • dass Ayurveda nicht auf spirituellen Grundlagen basiert. Vielmehr ist es ein systemisch geleitetes Vorgehen, in dem Erkenntnisse kontinuierlich vorangetrieben werden.

Was Ayurveda-Medizin der Schulmedizin voraus hat? Bereits seit Jahrtausenden baut sie auf die Gelbwurz als Heilmittel. Kurkuma gehört in die Küche Indiens wie kein zweites Gewürz. Sie ist bei religiösen Zeremonien von Bedeutung und ist vor allem eins: ein Heilmittel mit vielen Facetten. Erst vor vergleichsweise kurzer Zeit hat Kurkuma als ayurvedisches Heilmittel Einzug gehalten in die westliche Welt, die ihre Augen zu öffnen scheint für die Heilkunde der Ayurveda – inklusive ihrer natürlichen Heilmittel.

Angebot
Bio Kurkuma-Pulver 750g - 100% Rohkost-Qualität im Zippbeutel - 1er Pack (750g) - Premium Qualität
  • ► Zertifizierte und Geprüfte Qualität - Abgefüllt in Deutschland im wiederverschließbaren Frischhaltebeutel.
  • ► Unser Bio Kurkuma Pulver ist reich an Vitaminen und Folsäuren.
  • ► Bio Kontrollstelle: DE-ÖKO-001. Frei von Soja, Hefe, Molkereiprodukten und OHNE Gentechnik.
  • ► Für Vegetarier und Veganer geeignet.
  • ► Dazu passend finden Sie auch unser Bio Hagebuttenpulver, Amazonsuche: B06XKSDQH2

Die ayurvedische Klassifikation von Kurkuma

Ein ayurvedisches Heilmittel zeigt Wirkung und kann ebenso auch Nebenwirkungen zeigen. Im Falle von Kurkuma sind diese sehr überschaubar, jedoch sollte grundsätzlich bedacht werden: Medikamente der Ayurveda-Heilkunde gelten zwar in Deutschland nicht als klassisches Medikament, sondern werden als Nahrungsergänzungsmittel gehandelt, jedoch sind Wirkungen und Nebenwirkungen grundsätzlich bewusst zu eruieren.

Die Heilkunde der Ayurveda blickt beim Einsatz von Heilmitteln nicht nur auf das Mittel selbst, sondern vor allem auch auf den Patienten. So wird die Chance ausgelotet, dass Heilmittel und Patient zusammenpassen. Um herauszufinden, ob Kurkuma zu den vorliegenden Beschwerden passt, wird das Heilmittel kategorisiert und mit diesen Charaktermerkmalen belegt: scharf und bitter, trocken und leicht, reinigend und stoffwechselanregend, erhitzend.

Die Zulassung von Kurkuma

Der Zulassungsbehörde, die sich mit der Prüfung von Heilpflanzen befasst, ist Kurkuma wohlbekannt. Durch die Fähigkeit des Heilmittels krampflösend zu wirken und die Ausschüttung des Gallensaftes zu ermöglichen, ist Gelbwurz zugelassen als Präparat von dyspetischen Beschwerden. Zu Deutsch: Verstopfung, Bauchkrämpfe, Völlegefühl, Übelkeit und Appetitlosigkeit dürfen mit Kurkuma behandelt werden. Positiv zu Buche schlägt auch, dass Kurkuma für eine Langzeitanwendung durchaus in Betracht gezogen werden kann.

Weitere Anwendungsgebiete von Kurkuma sind Ayurveda-Kliniken zufolge diese:

  • Gallen- und Lebererkrankungen
  • Entzündungen des Darmtraktes, der Gebärmutter, der Augen und Ohren
  • Asthma, Nasennebenhöhlenentzündungen, Husten, Grippe und Bronchitis
  • Ekzeme, Gürtelrose, Juckreiz, Wunden und Nesselsucht
  • Angriffe von Viren, Bakterien und freien Radikalen

Kurkuma in der ayurvedischen Ernährung

Am deutlichsten tritt die Bedeutung von Kurkuma auf, wenn ein Blick auf die ayurvedische Ernährung und die dort verankerten Ernährungshinweise geworfen wird. Grundlage für die folgenden Ernährungsgebote ist im Übrigen dieses Zitat von Hippokrates: „Euere Nahrung soll Euer Heilmittel sein, euer Heilmittel soll Euere Nahrung sein.“

Diese Ernährungsgebote gelten in der Ayurveda-Heilkunde:

  • Jeder Mensch soll sich gemäß seines Types ernähren. Die sogenannte Typ-Konstitution lässt sich an der Eingruppierung in drei sogenannte Doshas ablesen.
  • Das Essen eröffnet die Möglichkeit, ein vorhandenes Ungleichgewicht auszutarieren. Dies sollte das Grundbestreben jedes Menschen sein.
  • Um diesen Ausgleich zu ermöglichen, ist es wichtig die richtigen Heilmittel auszuwählen. Als Heilmittel der Ernährung werden hier unter anderem Nahrungsmittel geführt.

Auch definiert die ayurvedische Ernährungslehre, wie ein Nahrungsmittel idealerweise sein sollte. Eine Mischung aus verschiedenen Geschmacksrichtungen sei angebracht. Süß und sauer, salzig und scharf, bitter und herb. Die Forderung der Ayurveda lautet, dass alle Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit vereint werden sollen.

Ein Blick in die Kurkuma Getränke- und Speiserezepte zeigt: Die Süße von Honig oder Agavensirup wird gern dem scharfen, bitteren und manchmal auch herben Geschmack von Kurkuma zugegeben. Auch findet man in den Rezepten häufig Pfeffer und Salz, die sowohl die scharfe als auch die salzige Komponente stellen. Die Forderung nach Säure kann mit der einen oder anderen Obst- oder Gemüseart durchaus nachgekommen werden. So weisen die meisten Rezepte bereits deutliche Tendenzen der ayurvedischen Ernährung auf.

Hinweis: