Bio-Kurkuma Produkte - Was ist zu beachten?

Curcuma Longa

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Bio ist im Trend. Auch Kurkuma-Produkte werden immer häufiger in Bio-Qualität produziert. Dabei verpflichten sich die Hersteller zur Einhaltung strenger Richtlinien, die sie für die Bio- oder Öko-Zertifizierung nachweisen müssen.

So muss etwa das Saatgut gentechnikfrei sein und Spritz- oder Düngemittel dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden. Entsprechende Siegel sorgen für Transparenz und garantieren Sicherheit.

Aufgrund der steigenden Zahl der Produkte und der hohen Nachfrage nach Bio und speziell Bio-Kurkuma-Produkten wird es zunehmend wichtiger, auf die Qualität zu achten. Welche Möglichkeiten bieten sich dem Verbraucher, gute Produkte zu erkennen?

Mit Bio-Kurkuma auf der sicheren Seite?

Kurkuma-Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit. Die indische Heilwurzel hat nicht nur als Gewürz in der Küche Einzug gehalten, sondern auch in Form zahlreicher Produkte wie zum Beispiel Kurkuma-Kapseln.

Unter anderem aufgrund seiner antioxidativen Wirkung wird Curcumin, der effektivste Inhaltsstoff der Kurkuma und in der ayurvedischen Medizin seit Jahrtausenden sehr beliebt, therapiebegleitend eingesetzt und rückt auch in der westlichen Schulmedizin verstärkt in den Vordergrund. Curcumin kann etwa die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit anregen und sich dadurch positiv auf die Darmflora auswirken. So lindert die Einnahme von Curcumin Magen-Darm-Beschwerden wie etwa Sodbrennen, Blähungen oder Verstopfung.

Verschiedene Studien weisen zudem auf eine positive Wirkung von Curcumin bei Krebs hin. So wurden etwa Patienten mit Darmkrebs unterschiedliche Mengen einer Kurkuma-Zubereitung verabreicht, woraufhin eine verringerte Produktion eines bestimmten Entzündungsparameters festgestellt wurde (Sharma et al., 2004).

Die Nachfrage nach hochwertigen Kurkuma-Produkten seitens der Verbraucher steigt und so ist es nicht verwunderlich, dass auch schwarze Schafe auf den Plan treten, die an diesem Trend mitverdienen möchten. Allerdings bieten diese wenig seriösen Hersteller Produkte an, die nicht die versprochene Qualität einhalten. Oft wird schon das native Kurkuma-Pulver gestreckt, also etwa mit Stärke oder Reismehl versetzt. In einigen Fällen kommt gar Sägemehl zum Einsatz.

Diese Art der Verbrauchertäuschung findet keinesfalls nur beim einfachen Gewürzpulver statt, sondern auch bei Kurkuma-Extrakten. Hier wird statt des natürlichen Curcumins ein synthetisch hergestelltes Curcumin verwendet, das unter Umständen eine gesundheitsgefährdende Wirkung haben kann. Der Verbraucher hat kaum eine Möglichkeit, hochwertige Produkte von minderwertigen zu unterscheiden. Oft gibt nur eine Laboruntersuchung Aufschluss. Die Hinwendung zu Bio-Produkten, deren Herstellung strengen Richtlinien unterliegt, ist daher absolut nachvollziehbar.

Bio-Produkte sind in der Regel entsprechend gekennzeichnet, etwa durch das Bio-Siegel der EU – manchmal auch in Kombination mit dem deutschen Bio-Siegel. Allerdings ist das deutsche Bio-Siegel ein freiwilliges, seit es durch die europäische Kennzeichnung abgelöst wurde. Hersteller, die ihre Produkte zertifizieren lassen möchten, sind also auf das EU-Bio-Siegel angewiesen und müssen die Richtlinien der EU einhalten.

Zusätzlich dazu gibt es für eine Reihe von Produkten, zu denen auch Kurkuma-Produkte zählen, so genannte Analysezertifikate. Diese geben Aufschluss über wichtige Qualitätsmerkmale: So werden etwa Herkunft und Eigenschaften des Produkts nachgewiesen sowie die Zusammensetzung und der Grad an erlaubten Verunreinigungen. Ein wichtiger Aspekt eines solchen Analysezertifikats ist seine Aktualität. Denn die Zertifikate sind chargenbezogen. Jede neue Charge eines Produkts muss separat zertifiziert werden. Für den Verbraucher ist es ratsam, beim Kauf eines Bio-Kurkuma-Produkts nicht nur auf das Bio-Siegel zu achten, sondern auch auf ein zusätzliches Analysezertifikat und dessen Aktualität. Nicht selten lassen Hersteller eine Charge ihres Produktes zertifizieren und verzichten bei weiteren Chargen auf die Erneuerung des Zertifikats. Idealerweise ist ein Bio-Kurkuma-Produkt also nicht nur mit dem Bio-Siegel der EU gekennzeichnet, sondern auch mit einem aktuellen Analysezertifikat.

Wie erkennt man die richtige Qualität von Kurkuma-Kapseln?

Da die Qualität bei Kurkuma – sowohl in Pulverform als auch bei Nahrungsergänzungskapseln – eine wichtige Rolle spielt, ist es sinnvoll, beim Kauf auf einige Aspekte zu achten. Ein erstes Indiz für ein hochwertiges Produkt ist der Preis. Bei Kurkuma-Präparaten ist es keinesfalls so, dass auch günstige Produkte eine ebenso gute Qualität aufweisen wie teure – denn Qualität hat ihren Preis. Bei Kurkuma ist dieser begründet im zeit- und arbeitsintensiven Anbau guter Rohstoffe und einer aufwendigen und kostspieligen Herstellung von reinem Kurkuma-Extrakt. Spezielle Zertifizierungen, etwa eine C14-Zertifizierung, erhöhen den Preis zusätzlich. Besonders günstige Produkte bestehen meist aus herkömmlichem Kurkuma-Pulver, das kaum einen therapeutischen Nutzen hat.

Beim Kauf von Kurkuma-Knollen oder -Pulver für die Verwendung in der Küche sollten Verbraucher auf die indische Herkunft und Herstellung achten. Auch Produkte aus Sri Lanka oder Nigeria sind in der Regel zuverlässig in ihrer Qualität und stammen zudem meist aus traditionellem Anbau. In diesen Ländern werden alte Sorten angebaut, die reichhaltig an Inhaltsstoffen sind. Kurkuma-Produkte aus China hingegen sind oft mangelhaft und können darüber hinaus verunreinigt sein. Auch ist hier für den Verbraucher die Gefahr höher, gestrecktes oder synthetisches Curcumin zu kaufen.

Weiterhin ist ein Bio-Siegel ideal. Bei Kapseln, die zu therapeutischen Zwecken eingenommen werden, führt kaum ein Weg an Qualitätssiegeln vorbei. Zwar ist die Transparenz bei einigen Siegeln lückenhaft, dennoch sind sie eine wichtige Orientierungshilfe für den Verbraucher. Im Zweifelsfall ist ein Siegel besser als keines. Ideal sind Siegel wie das EU-Bio-Siegel und das Ohne-Gentechnik-Siegel. Hier sind die Richtlinien weitgehend einheitlich und staatlich reguliert. Ein weiteres wichtiges Siegel, von dem allerdings nur wenige Hersteller Gebrauch machen, ist das C14-Siegel. Dieses Siegel erhalten nur Produkte, die nach der C14-Methode untersucht wurden. Dieses Siegel ist ein besonderes Indiz für hochwertige Produkte und Hersteller, die Wert auf Qualität und Transparenz legen.

Bio-Kurkuma auch für Kurkuma-Präparate?

Lange Zeit ging man davon aus, dass Kurkuma in Kombination mit Piperin, einem Bestandteil des schwarzen Pfeffers, am besten einzunehmen sei. Häufig wurde statt der Bezeichnung Piperin der Kunstbegriff Bioperin verwendet, eine einfache Kombination des populären Begriffs „Bio“ mit dem Namen Piperin. Die Idee hinter dieser Kombination von Inhaltsstoffen ist, dass das Piperin für höhere Aufnahmeraten von Curcumin im Dünndarm sorgt. Dazu reizt es – zugespitzt dargestellt – die Schleimhaut, so dass das Curcumin vom Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf übertreten kann. Zwar wird dadurch tatsächlich die Aufnahmerate erhöht, allerdings gilt dies nicht nur für das nützliche Curcumin, sondern auch für ungewünschte Stoffe.

Inzwischen gilt die Darreichungsform auf Piperin-Basis als überholt. Eine deutlichere Steigerung der Bioverfügbarkeit bieten synthetische Zusätze. Diese Zusätze sorgen allerdings dafür, dass auch Präparate, die Bio-Kurkuma enthalten, nicht mit einem Bio-Siegel gekennzeichnet werden können. Eine Variante solcher Präparate ist Kurkuma mit Mizellen-Formulierung. Die spezielle mizellare Form sorgt dafür, dass das Curcumin von der Darmschleimhaut besser aufgenommen werden kann. Zum Vergleich: Während Piperin oder Bioperin eine 20-fach bessere Bioverfügbarkeit erreichen, erhöht die mizellare Form die Bioverfügbarkeit des Curcumins um das 185-Fache – die bisher höchste Bioverfügbarkeit für Curcumin.

Ein neuerer Anspruch an Bio-Kurkuma-Produkte geht allerdings über die Bioverfügbarkeit des Curcumins hinaus: Die Präparate sollen nicht mehr nur Curcumin liefern, sondern auch die anderen Pflanzenstoffe der Kurkuma-Knolle, denn die Kurkuma besteht aus zahlreichen gesundheitsfördernden ätherischen Ölen und weiteren Pflanzenstoffen. Dem Anspruch eines ganzheitlichen Wirkkonzepts entsprechen sogenannte holistische Präparate, die neben Curcumin auch weitere gesunde Pflanzenstoffe der Kurkuma-Knolle enthalten.

Welches Bio-Kurkuma ist wann sinnvoll?

Weit verbreitet ist die Verwendung von Kurkuma als Gewürz in Pulverform sowie als frische Kurkuma-Knolle. Diese kann entweder roh verspeist werden oder in Speisen gerieben werden. Es gibt viele Rezepte mit Kurkuma, etwa verschiedene Currys oder auch die beliebte Goldene Milch. Allerdings ist bei der Verwendung des Pulvers oder der frischen Knolle die Bioverfügbarkeit des Curcumins gering, hier geht es vorrangig um den Geschmack.

Um einen konkreten gesundheitlichen Nutzen zu erzielen, muss Curcumin mit einer besseren Bioverfügbarkeit eingenommen werden. Studien haben etwa gezeigt, dass Curcumin auch bei Alzheimer eine positive Wirkung haben kann. Die Krankheit geht mit bestimmten Entzündungen und oxidativen Schädigungen von Nervenzellen einher, denen Curcumin aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften entgegenwirken kann (Mishra und Palanivelu, 2008). Darüber hinaus kann die Gabe von Curcumin die Bildung von charakteristischen Plaques vermindern, die sich bei einer Alzheimer-Erkrankung zwischen den Nervenzellen im Gehirn ansammeln (Yang et al. 2005).

Knolle, Pulver, Extrakt und hochkonzentrierte Kapseln

Lange Zeit waren Kurkuma-Kapseln mit Piperin sehr populär, bei denen die Bioverfügbarkeit deutlich höher ist als beim herkömmlichen Gewürzpulver. Aufgrund besserer Alternativen ist diese Kombination aus Kurkuma und Piperin bei therapeutischen Anwendungen inzwischen aber in den Hintergrund getreten.

Ideal für die tägliche Einnahme und präventiv als Schutz vor Krankheiten sind holistische Kurkuma-Kapseln, die nicht nur natürliches Curcumin enthalten, sondern darüber hinaus mehr als 200 weitere Pflanzenstoffe und wertvolle ätherischen Öle der Kurkuma-Knolle. Damit kommen holistische Kurkuma-Kapseln der natürlichen Kurkuma-Knolle am nächsten. Hier ist zudem die Bioverfügbarkeit ohne Hilfsstoffe wie Piperin oder synthetische Stoffe bis zu 40-fach erhöht.

Holistische Bio-Kurkuma-Kapseln – Was ist das?

Inzwischen haben viele Hersteller erkannt, dass holistische Bio-Kurkuma-Präparate deutliche Vorteile haben gegenüber jenen Produkten, die lediglich Curcumin enthalten. Die Umsetzung dieses ganzheitlichen Ansatzes ist allerdings noch recht kompliziert, so dass es nur wenige Hersteller gibt, die die Vielzahl von Pflanzenstoffen in einem einzigen Präparat bereitstellen können. Zu diesen Stoffen zählen etwa Calcium, Selen und Zink sowie die Vitamine A, B, C und E. Ein weiterer positiver Aspekt holistischer Bio-Kurkuma-Präparate: Die Bioverfügbarkeit ist etwa doppelt so hoch wie bei Curcumin auf Piperin-Basis. Diese Produkte könnten den Wunsch vieler Kunden nach einem ganzheitlichen Ansatz in hoher Qualität kombiniert mit einer natürlichen Wirkpotenzierung erfüllen. Zudem können diese Produkte in zertifizierter Bio-Qualität hergestellt werden.

Sind Kurkuma-Kapseln ohne Bio-Kennzeichnung damit überflüssig?

Kurkuma-Kapseln ohne Bio-Zertifizierung verlieren keineswegs ihre Berechtigung. Auch Produkte wie etwa das Mizellen-Kurkuma greifen oft auf einen Bio-Rohstoff zurück. Während ein Bio-Siegel bei Kurkuma-Knollen sowie Kurkuma-Pulver in der Küche durchaus sinnvoll ist und auch hochwertige holistische Produkte kennzeichnet, findet man bei Kurkuma-Präparaten mit maximaler Bioverfügbarkeit meist kein Bio-Siegel. In einem solchen Fall ist es ratsam, beim Hersteller Auskunft über die Qualitätssicherung einzuholen.

Vorsicht vor Nachahmern bei Kurkuma-Kapseln

Da der Markt für Kurkuma-Produkte wie zum Beispiel Kurkuma-Kapseln inzwischen hart umkämpft ist, versuchen verschiedene Nachahmer, sich durch geringe Preise einen Vorteil im Wettbewerb zu verschaffen. Allerdings gilt gerade bei Produkten wie Nahrungsergänzungsmittel der Grundsatz, dass Qualität ihren Preis hat. Bio-Kurkuma-Kapseln, die zu einem besonders niedrigen Preis angeboten werden, können die vom Kunden erwartete – und vom Hersteller versprochene – Qualität nicht erbringen. Allein der Anbau der Rohstoffe sowie die aufwendige Verarbeitung münden in einem höheren Preis als er für Nachahmer-Produkte bezahlt werden muss. Nicht nur die Produktvielfalt ist gewachsen: So mancher Hersteller versucht mit Siegeln und Labeln Qualität und Transparenz vorzugeben. Doch sind diese längst nicht immer gegeben.

Kurkuma-Fälschungen auf dem Markt

Wann immer sich ein Produkt großer Beliebtheit erfreut, geht über kurz oder lang der Trend dahin daraus Profit schlagen zu wollen. Eine solche Entwicklung lässt sich auch bei Kurkuma-Präparaten erkennen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 waren in den USA ungefähr 70 Prozent der untersuchten Produkte gestreckt oder gefälscht.

Schwerer als die Täuschung des Verbrauchers wirken dabei die möglichen Folgen der Einnahme gefälschter Produkte. Mitunter wird das Curcumin mit Substanzen versetzt, die bei langfristiger Einnahme eine gesundheitsgefährdende Wirkung haben.

Methoden der Fälschung

Eine Möglichkeit, Kurkuma-Präparate zu fälschen, ist das Strecken des Pulvers. Hier kommen etwa Stärke oder Sägemehl zum Einsatz. Um dem Endprodukt die charakteristische Farbe der Kurkuma zu verleihen, verwenden viele Fälscher schädliches Blei-Chromat. Eine andere Variante ist das Kurkuma-Spiking. Dabei wird Curcumin synthetisch hergestellt und im Anschluss mit einer geringen Menge echten Curcumins gestreckt. Dabei werden unter anderem Lösungsmittel verwendet, die die Wirkung des Präparates nicht nur verringern, sondern ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben können.

Kurkuma-Qualität erkennen

Die Möglichkeiten des Verbrauchers, ein gefälschtes Kurkuma-Präparat zu erkennen, sind mehr als überschaubar. Allein eine Untersuchung im Labor kann Aufschluss geben über die tatsächliche Zusammensetzung des Produkts. Eine Möglichkeit ist die sogenannte C14-Methode, eine Radiokarbonmethode. Dabei wird das Produkt auf das Kohlenstoff-Isotop C14 untersucht, das in natürlichem Curcumin enthalten ist. Das Fehlen dieses Isotops ist ein erster Hinweis auf ein gefälschtes Präparat.

Da diese Prüfmethode ebenso kostspielig wie aufwendig ist, gibt es nur wenige Hersteller, die ihre Produkte danach prüfen und mit einem entsprechenden Siegel kennzeichnen lassen. Verbraucher können sich neben dem C14-Siegel an weiteren Anhaltspunkten orientieren: Der Preis des Produkts sollte nicht zu niedrig sein. Zudem sollte der Rohstoff nicht aus China stammen. Eine zusätzliche Orientierung bieten Bio-Siegel.

Bio-Siegel im Test – Ein Überblick

Es ist für Verbraucher nicht immer einfach, sich im Siegel-Dschungel zurechtzufinden. Bis zu 7 staatliche und private Bio-Siegel gibt es in Deutschland. Dazu kommen verschiedene Qualitätssiegel für vegetarische und vegane Produkte sowie Kennzeichnungen für spezielle regionale Saison-Artikel. Die wichtigsten Bio-Siegel in Deutschland und der EU sind das EU-Bio-Siegel und das staatliche Bio-Siegel Deutschlands. Diese Siegel sollen im Folgenden näher vorgestellt werden.

Das EU-Bio-Siegel

Das Bio-Siegel der Europäischen Union gibt es seit 2010. Ziel dieses Bio-Siegels, das Bio-Lebensmittel kennzeichnet, die nach EU-Recht hergestellt werden, ist ein breiter Markt. Inzwischen richten auch Länder außerhalb der EU ihre Verordnungen nach dem Vorbild der EU aus.

Um dieses Siegel zu erhalten, müssen die Produkte den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung entsprechen. Dazu zählt unter anderem, dass sie nicht mit oder durch gentechnisch veränderte Bestandteile hergestellt werden dürfen. Auch der Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel ist untersagt. Auch hinsichtlich konventioneller Inhaltsstoffe ist die Produktion reguliert: Bei Bio-Lebensmitteln darf der Anteil konventionell gewonnener Inhaltsstoffe nicht über 5 Prozent liegen.

Hersteller, die ihre Produkte mit diesem Siegel kennzeichnen möchten, müssen sich zunächst bei einer Öko-Kontrollstelle anmelden. Daraufhin wird der Betrieb begutachtet. Erhält ein Produkt das EU-Bio-Siegel, wird der Hersteller wenigstens einmal jährlich kontrolliert.

Da das EU-Bio-Siegel verpflichtend ist für alle ökologisch erzeugten Lebensmittel, erleichtert es dem Kunden, Bio-Produkte auf einen Blick zu erkennen. Allerdings muss das Herkunftsland nicht unbedingt angegeben werden. Hier reicht der Hinweis, ob ein Produkt aus EU-Landwirtschaft oder Nicht-EU-Landwirtschaft stammt.

Das staatliche Bio-Siegel Deutschlands

Das deutsche Bio-Siegel wurde im Jahr 2012 durch das EU-Bio-Siegel abgelöst. Seither können Hersteller es zusätzlich zum europaweit einheitlichen Siegel nutzen, da bei ihm dieselben Öko-Vorgaben zugrunde liegen wie beim EU-Bio-Siegel. Hersteller, die dieses Siegel erhalten möchten, unterliegen also denselben Richtlinien.

Fazit

Die Kurkuma-Knolle – besonders das in ihr enthaltene Curcumin – ist bekannt für ihre gesundheitsfördernde Wirkung. Seit Jahrtausenden wird diese besondere Wurzel in der traditionellen ayurvedischen Medizin eingesetzt. In den letzten Jahren hat die Kurkuma-Knolle einen wahren Hype erlebt. Rezepte, die Kurkuma enthalten, erfreuen sich großer Beliebtheit. So ist die Goldene Milch aus den meisten Cafés nicht mehr wegzudenken.

Holistische Kurkuma-Kapseln stellen den neuesten, ganzheitlichen Ansatz dar: Hier steht nicht allein das Curcumin im Vordergrund. Vielmehr werden alle Pflanzenstoffe der Kurkuma-Knolle verwertet. Das heißt, dass eine Kapsel bis zu 235 Pflanzenstoffe enthält. Für die Produktion dieser Kapseln werden keinerlei synthetische Hilfsstoffe benötigt. Dennoch ist die Bioverfügbarkeit hier um das 40-Fache erhöht. Holistische Kurkuma-Kapseln sind in Bio-Qualität verfügbar und ideal für die tägliche Einnahme.

Höher ist die Bioverfügbarkeit bei Kurkuma-Kapseln mit Mizellen-Formulierung: Gegenüber dem nativem Kurkuma-Pulver ist sie hier um das 185-Fache erhöht. Allerdings erhalten diese Kapseln aufgrund der verwendeten synthetischen Hilfsstoffe keine Bio-Zertifizierung.

Kurkuma-Kapseln mit Piperin bieten zwar auch eine erhöhte Bioverfügbarkeit des Curcumins, sind aber aufgrund ihrer Nebenwirkungen nicht mehr zeitgemäß.

Kurkuma-Pulver und die frischen Wurzeln eignen sich vor allem für den Einsatz in der Küche, etwa zum Verfeinern vieler Speisen. Hier steht eindeutig der Geschmack im Vordergrund, eine gesundheitliche Wirkung lässt sich kaum erzielen.

Quellen

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