Bio-Kurkuma auch für Kurkuma-Präparate?

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Viele Hersteller steigen zunehmend auf Kurkuma-Produkte in Bio-Qualität um. Doch woher kommt der neue Trend und ist er gerechtfertigt? Ist die Qualität von konventionellen Kurkuma-Produkten wirklich so fragwürdig?
Bio und Öko sind seit Jahren rechtlich geschützt, nicht nur in Deutschland, sondern auch EU-weit. Damit soll Transparenz und Qualität gesichert werden. Denn die Hersteller verpflichten sich explizit die strengen Richtlinien für Bio-Produkte einzuhalten. Bei Vergehen gegen diese vertraglichen Bestimmungen werden die Hersteller nicht nur abgemahnt, sondern können bei Zuwiderhandlung die Bio-Kennzeichnung komplett verlieren. Für Produkte wie Bio-Kurkuma gilt unter anderem, dass das Saatgut frei von Gentechnik sein muss und Spritz- und Düngemittel nur sehr eingeschränkt und nur bei begründetem Anlass verwendet werden dürfen.

Mit Bio-Kurkuma auf der sicheren Seite?

Kurkuma-Produkte sprießen seit 2-3 Jahren wie Pilze aus dem Boden. Immer mehr Hersteller erweitern ihre Produktreihen und versuchen die hohe Nachfrage nach der wertvollen indischen Heilwurzel zu bedienen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch schwarze Schafe an der ost-asiatischen Knolle mitverdienen möchten. Mittlerweile sind viele Produkte auf dem Markt, insbesondere Kurkuma-Kapseln, die zwar eine hohe Qualität versprechen, diese aber im Endeffekt nicht halten können. Denn häufig wird bereits das native Kurkuma-Pulver mit Stärke, Reis- oder Sägemehl versetzt. Diese Verbrauchertäuschung tritt aber nicht nur bei Kurkuma-Gewürzpulver auf, sondern betrifft auch Kurkuma-Extrakte. Diese Form des Kurkuma-Spikings nutzt synthetisches Curcumin, das künstlich hergestellt wurde und zudem eine gesundheitsgefährdende Wirkung haben kann. Denn vielfach kommen dabei Lösungsmittel zum Einsatz, die nicht immer unbedenklich sind. Leider kann man als Verbraucher den Unterschied zwischen gestreckten, mangelhaften Produkten und hochwertigen Kurkuma-Präparaten nicht direkt erkennen und müsste diese Produkte erst einzeln im Labor auf ihre Echtheit überprüfen lassen. Daher ist der Trend von Bio-Kurkuma nachvollziehbar und wird auf kurz oder lang auch noch zunehmen.

Worauf muss ich bei Bio-Kurkuma achten?

Viele Bio-Produkte sind in der Regel auch als solche gekennzeichnet. Oft findet sich mindestens das EU-Bio-Siegel auf den Produkten, manchmal sogar zusätzlich dazu das deutsche Bio-Siegel. Jedoch muss man wissen, dass das deutsche Bio-Siegel durch das europäische Bio-Siegel abgelöst wurde. Wenn ein Hersteller seine Produkte als Bio deklarieren möchte, so ist er in erster Linie auf die europäische Kennzeichnung angewiesen. Das deutsche Bio-Siegel ist daher eine freiwillige, nicht verpflichtende Angabe. Zudem gibt es insbesondere bei Produkten wie Kurkuma so genannte Analysezertifikate. Diese Zertifikate sind Chargen-bezogen und müssen für jede neue Charge eines Produktes neu aufgesetzt und zertifiziert werden. Das Analysezertifikat vermittelt wichtige Qualitätsmerkmale wie Herkunft, Eigenschaften des Produktes, aber auch den Grad an erlaubten Verunreinigungen oder die Zusammensetzung des Produktes. Die wichtigste Angabe eines solchen Zertifikats ist seine Aktualität. Viele Hersteller erstellen lediglich ein Analysezertifikat für die erste Charge, erneuern dieses jedoch nicht für darauffolgende Chargen. Daher ist beim Produktkauf von Bio-Kurkuma, auch bei Bio-Kurkuma-Kapseln, unbedingt auf das Vorhandensein und die Aktualität eines Analysezertifikats zu achten. Im besten Fall hat ein Bio-Kurkuma-Präparat sowohl das europäische Bio-Siegel als auch ein aktuelles und der Charge angepasstes Analysezertifikat.

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Welche Bio-Kurkuma-Präparate sind die besten?

Lange galt Kurkuma auf Piperin-Basis oder Bioperin als die beste und einzige Variante die Bioverfügbarkeit von Curcumin deutlich zu steigern. Jedoch schafft Piperin lediglich eine 20-fach bessere Bioverfügbarkeit als natives Kurkuma-Pulver. Daher ist diese Darreichungsform deutlich überholt. Es gibt aber auch Präparate, die zwar als Inhaltsstoff Bio-Curcumin verwenden, aber aufgrund von synthetischen Zusätzen, die für die erhöhte Wirkung des Curcumins benötigt werden, nicht als Bio klassifiziert werden können. Kurkuma mit Mizellen-Formulierung gehört zu solchen Präparaten. Denn mittels der mizellaren Form kann die Bioverfügbarkeit maximal um das 185-fache gesteigert werden. Diese Mizell®-Technologie (ein geschützter Begriff aus dem Hause Cellavent Healthcare) ist nach heutigem Stand die einzige Möglichkeit das Curcumin effizient auf das Maximum zu steigern. Ein weiterer neuer Anspruch an Bio-Kurkuma-Kapseln ist nicht nur eine erhöhte Bioverfügbarkeit, sondern im besten Fall auch die Darreichung vieler weiterer Pflanzenstoffe der Kurkuma-Knolle. Denn viele übersehen, dass Bio-Kurkuma-Kapseln auch nur den isolierten Pflanzenstoff Curcumin beinhalten. Eine Neuerung auf dem Kurkuma-Markt sind sogenannte holistische Präparate. Diese bieten ein ganzheitliches Wirkkonzept der gesamten Kurkuma-Pflanze und übertrumpfen die natürliche Form in Bezug auf die erhöhte Bioverfügbarkeit.

Holistische Bio-Kurkuma-Präparate – Was ist das?

Mittlerweile gibt es Hersteller, die erkannt haben, dass holistische Bio-Kurkuma-Präparate einen deutlichen Mehrwert für die Gesundheit bieten können. Es gibt aber nur wenige, die diesen Ansatz auch umsetzen können. Dank neuester technischer Entwicklung schaffen beispielsweise die neuen Phytholistic®-Produkte mindestens 235 weitere Pflanzenstoffe der Kurkuma-Knolle in einem Präparat zur Verfügung zu stellen. Denn Kurkuma enthält in ihrer natürlichen Form viele Mineralstoffe wie Calcium, Zink und Selen, aber auch die wertvollen Vitamine A, B, C und E. Zusätzlich wird die Bioverfügbarkeit des Curcumins auf das 40-fache gesteigert und ist somit doppelt so hoch, wie bei Bio-Kurkuma mit Piperin. Damit könnten diese holistischen Kurkuma-Extrakte genau das sein, was sich viele Kunden von Bio-Kurkuma-Präparaten erhoffen: ein ganzheitlicher, natürlicher Ansatz in hoher Qualität, kombiniert mit einem modernen Ansatz zur Wirkpotenzierung. Zudem aus nachhaltigen biologischen Anbau und somit in zertifizierter Bio-Qualität.

Sind Kurkuma-Kapseln ohne Bio-Kennzeichnung damit überflüssig?

Auch Kurkuma-Kapseln ohne Bio-Kennzeichnung haben weiterhin ihre Berechtigung. Denn wie wir gesehen haben, gibt es Präparate, wie das Mizell®-Kurkuma von Acurmin PLUS®, die aufgrund der Aufbereitung des Kurkuma-Extraktes nicht als Bio gekennzeichnet werden dürfen. Alles in allem kann es also durchaus Sinn machen, beim Kauf von Kurkuma-Produkten auf Bio-Siegel zu achten. Bei Kurkuma-Knollen und -Pulver in der Küche, sowie holistischen Bio-Kurkuma-Extrakten spricht Bio für eine höhere Qualität und eine geringe Verunreinigung. Bei Präparaten mit maximaler Bioverfügbarkeit hingegen, kann es sein, dass man erfolglos nach einem Bio-Siegel sucht. In diesem Fall ist es sinnvoll, sich direkt beim Hersteller nach der Qualitätssicherung zu erkundigen.

Hinweis: