Inhaltsstoffe von Kurkuma

Von der einst gar nicht gelb erscheinenden Kurkuma Pflanze werden nach dem Verblühen der Blüten und dem Welken der Blätter die Knollen und die Verzweigungen der Wurzel verwendet. Um die typisch gelbe Färbung überhaupt zu ermöglichen, wird das Rhizom vor dem Trocknen in kochend heißes Wasser getaucht, was wiederum die gelben Farbstoffe dazu motiviert, das ganze Gewebe zu färben.

Die Kurkumaknolle steckt voller medizinisch interessanter Inhaltstoffe aus etwa insgesamt 90 Wirkstoffen. Welche die wichtigsten sind und was sie im Organismus bewirken, klären wir in den nächsten Absätzen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Kurkuma

Inhaltsstoffe von Kurkuma

Abbildung: wichtigste Inhaltsstoffe von Kurkuma.

Insgesamt konnten 90 verschiedene Inhaltsstoffe in der Kurkumaknolle nachgewiesen werden. Die folgenden Inhaltsstoffe stellen ein Auswahl der wichtigsten dar:

  • Ätherische Öle, die Terpene (Phellandren, Cineol, Borneol) enthalten und aus Turmeron und Tingiberen bestehen.
  • Carotinoide, Xanthophylline, Carotine, die gelb, orange und rot gefärbt sind und bei Bedarf mit Vitamin A zur Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt werden können.
  • Cineol wirkt antiseptisch, schleimlösend, krampflösend und motiviert das zentrale Nervensystem. So hilft es aktiv Durchblutungsstörungen vorzubeugen und Blutgefäße elastisch zu halten. Das Verkleben von Blutplättchen wird so verhindert.
  • COX-2, eine natürliche Form von Schmerzmitteln, das wirksam ist ohne die Körperfunktionen zu beeinflussen.
  • Eiweiß
  • Kurkuminoide, die für die gelbe Färbung verantwortlich sind und sich positiv auf die Kommunikation der Zellen auswirken. Prostagladine und Cytokine wirken entzündungshemmend. Kurkumin ist das bedeutendste der Kurkuminoide. Doch auch Desmethoxycurcumin und bis-Desmethoxycurcumin sind wichtige Kurkuminoide, die besonders bei chronischen, koronaren Autoimmunerkrankungen Wirkung zeigen.
  • Mineralstoffe: Zink, Selen, Kalium, Kalzium, Mangan, Chrom, Phosphor, Eisen, Kalzium
  • Resin, eine fettige Wurzelsubstanz, die sich in Äther löst und mit Turpethin zusammen entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: unter anderem Alpha-Pinen, Sabinen, Alpha-Terpineol, Phellandren, Azulen, Vanillinsäure, Beta-Carotin, Turmeron, Borneol, p-Cymol, Kaffeesäure, p-Cumarinsäure, Caryophyllen, Linalool, Zimtsäure, Limonen Eugenol, Guajacol
  • Stärke
  • Vitamine: A, B1, B2, B3, C und E
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Der Wirkstoffmix zeichnet Kurkuma aus

Besonders spannend ist die Tatsache, dass jeder einzelne Inhaltsstoff nicht nur für sich selbst betrachtet gesund ist, sondern die Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe auch noch messbare Synergieeffekte freisetzt. Während Wissenschaftler der einen Richtung der Überzeugung sind, dass Kurkumin und ätherische Öle, die zu je fünf Prozent in Kurkuma vertreten sind, als Einzelstoffe extrahiert werden sollten, schwören andere auf den Wirkstoffmix mit komplexer Wirkung.

Auch die Selbstheilungskraft des Körpers wird durch Kurkuma deutlich gesteigert. Dies sagt der eruierte ORAC-Wert, der bei Kurkuma bei 160.000 liegt. Katalase, Superoxid-Dismutase und Glutathion (alle aus der Gruppe der körpereigenen Antioxidantien) werden durch Kurkuma in ihrer Arbeit unterstützt und zu mehr Aktivität motiviert.

Kurkumin, der gelbe charakteristische Farbstoff von Kurkuma, weist antioxidative und lipophile Eigenschaften auf. So wirkt er aktiv gegen Krankheitserreger, Bakterien und Fressfeinde einerseits. Zudem sagt die Charaktereigenschaft „lipophil“ aus, dass Kurkumin sich in Öl sowohl gut selbst auflöst (in Wasser jedoch nicht), als auch selbst als aktiver Fettlöser fungieren kann. Kurkuma ist allerdings nicht wasserlöslich. Im Wasser würde es sich regelmäßig am Gefäßboden ablagern. Die Folge ist, dass der Körper die Wirkstoffe des im Wasser verrühten Kurkumas nicht nutzen kann – sie bleiben wirkungslos und passieren den Körper unverrichteter Dinge.  

Kurkuma birgt zwar einen großen Wirkstoff-Cocktail, wird aber im Allgemeinen vom Körper nur sehr schlecht absorbiert. Vor diesem Hintergrund geht Kurkuma eine enge Partnerschaft mit schwarzem Pfeffer ein. Das darin enthaltene Piperin erhöht die Bioverfügbarkeit von Kurkuma deutlich. Die Tatsache, dass Kurkuminoide zwar in Aceton, Ethanol und Dimethyl-Sulfoxis löslich sind, nicht aber in Lipiden, macht die Synthetisierung der Wirkstoffe vergleichsweise schwer. So erklärt sich auch, dass die positiven Erfolge bei der Einnahme von natürlichem Kurkuma enorm sind, synthetisch hergestelltem Kurkuma Pulver diesem aber so weit hinterherhinkt, dass die Wirkung fast als marginal zu bezeichnen ist.

Hinweis: