Kurkuma und schwarzer Pfeffer – Warum sie sich nicht mehr brauchen

Kurkuma und schwarzer Pfeffer

Kurkuma-Piperin-Kapseln doch nicht so effektiv wie lange Zeit vermutet.

Lange Zeit galt, dass das in schwarzem Pfeffer enthaltene Piperin für eine höhere Bioverfügbarkeit von Kurkuma sorgt und Kurkuma-Piperin Präparate als die einzige wirksame Kombination für eine höhere Bioverfügbarkeit von Curcumin galten. Jedoch ist diese Formulierung längst überholt – was nicht nur an den zum Teil langfristigen Nebenwirkungen des schwarzen Pfeffers liegt. Zwar haben beide Wirkstoffe, sowohl das Piperin als auch das Curcumin, viele Gemeinsamkeiten in ihrem Wirkspektrum, jedoch blieb auch bei Kurkuma-Produkten die Wissenschaft nicht stehen und hat sich weiterentwickelt. Sowohl Piperin als auch Curcumin wirken auf folgende Anwendungsbereiche:

  • Atemwegserkrankungen
  • Entzündungsprozesse und bakterielle Infekte
  • Erkältungen, grippale Infekte
  • mangelnde Stoffwechseltätigkeit
  • Müdigkeit, Erschöpfungszustände
  • Verdauungsbeschwerden (Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Übelkeit)
  • Zellmutationen (Tumor- und Krebsbildung)
  • Zunahme von Fettgewebe, Gewichtszunahme

Zudem gilt Piperin als Bio-Enhancer und steigert die Aufnahme unterschiedlicher Stoffe.

Die Überschneidung der therapeutischen Anwendungsbereiche der beiden Inhaltsstoffe und die Wirkung des Piperin auf die Bioverfügbarkeit von Curcumin lagen nahe, beide Inhaltsstoffe zu kombinieren. Jedoch hat man außer Acht gelassen, dass Piperin, eingenommen über einen längeren Zeitraum, die Magen-Darmschleimhaut reizt und somit zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann. Daher hat man lange an einer neuen Formulierung für Curcumin Kapseln geforscht und hat nun die Kurkuma-eigenen Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Curcuminoide aber auch Ballaststoffe und Proteine verwendet, um die Bioverfügbarkeit von Curcumin zu steigern. Wie das genau funktioniert, wird weiter unten erklärt.

Fazit: Schwarzer Pfeffer war zwar lange die dominierende Ergänzung bei Kurkuma-Kapseln, jedoch ist Piperin, der maßgebende Inhaltsstoff, nicht mehr vonnöten, um die Bioverfügbarkeit von Curcumin zu steigern. Denn holistische Kurkuma-Präparate steigern natürlich die Bioverfügbarkeit des Curcumins, sogar doppelt so hoch wie mit Piperin.

Kurkuma und schwarzer Pfeffer brauchen sich nicht mehr

Piperin gilt in der Forschung als Bio-Enhancer. Das bedeutet, dass andere Vitalstoffe (unter anderem Kurkuma) durch die Wirkung von Piperin ihre Bioverfügbarkeit deutlich verstärken können bzw. das Piperin steigert die Bioverfügbarkeit von Kurkuma. In der Praxis heißt das, dass Speisen– und Getränkerezepte, in denen Kurkuma in Kombination mit schwarzem Pfeffer auf der Zutatenliste steht, die Verwertbarkeit von Kurkuma im menschlichen Körper steigert, ca. um das 20-fache. So ist heute der Allgemeingedanke immer noch, dass Kurkuma nicht ohne Piperin wirken kann. Allerdings ist diese Sichtweise nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht der aktuellen wissenschaftlichen Forschung. Eine Ergänzung des schwarzen Pfeffers in Speisen und Getränken ist natürlich legitim und erzeugt einen pikant-würzigen Geschmack, hat auch keine nennenswerten gesundheitlichen Auswirkungen, denn die Dosierung im Vergleich zu Kurkuma-Piperin Präparaten ist deutlich geringer. Außerdem kann bei einer dauerhaften Einnahme eines Piperin-Kurkumas eine Reizung der Magen-Darmschleimhaut entstehen. Zusätzlich kann Piperin das Leberenzym CYP3A4 deaktivieren, wie einige Publikationen zuletzt zeigten. Dieses Enzym sorgt im Körper dafür, dass Fremdstoffe herausgefiltert werden. Da es durch das Piperin aber an seiner Funktion gehindert wird, wird das Curcumin nicht mehr gefiltert und die Bioverfügbarkeit von Curcumin steigt an – aber auch die Bioverfügbarkeit von anderen Fremdstoffen. Dies kann auf Dauer jedoch schädlich für den Organismus sein, wenn Fremdstoffe, die sogar schädigend sein können, nicht mehr selektiert und abgewehrt werden. Somit ist die Kurkuma Piperin Kombination nicht optimal für die tägliche Anwendung und schon gar nicht für eine parallele Anwendung mit Medikamenten.

Schwarzer Pfeffer im Portrait

Der schwarze Pfeffer hatte lange Zeit nicht nur große Bedeutung für Kurkuma, sondern galt in der Alternativmedizin auch als natürliches Heilmittel. Daher ist es nur sinnvoll, dem „Piper nigrum“ hier einmal ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken, um seine Wirkung zu verstehen. Die Zeit des reinen Würzens mit schwarzem Pfeffer ist nämlich längst vorbei, vielfach wird Piperin, der bedeutendste Inhaltsstoff des schwarzen Pfeffers, zur Unterstützung anderer Vitalstoffe herangezogen. Deutlich häufiger als auf den ersten Blick gedacht, wurde der schwarze Pfeffer in der Alternativmedizin eingesetzt.

Es gibt zahlreiche Produkte mit Piper nigrum, u.a. Tropen, Kapseln, hochkonzentriertes Pulver, Getränke aber auch Parfüm und Eau de Toilette. Angebaut wird der schwarze Pfeffer vorwiegend in Indien, in Madagaskar, in Brasilien, in Indonesien und in Sri Lanka. Um den für die Medizin nötigen Piper nigrum zu erhalten, werden die unreifen Fruchtbeeren geerntet. Die getrockneten Körner enthalten diese wichtigen Wirkstoffe:

  • Piperin
  • Chalvicin
  • Protein
  • Fett
  • Kalzium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Karotin

Piperin ist in dieser Konstellation der entscheidende Part. Dabei handelt es sich um ein Alkaloid, das aus Piperidin und Piperinsäure besteht. Neun Prozent einer Pflanze entfallen auf den Wirkstoff Piperin. Dieses ist farblos und Träger des scharfen Pfeffergeschmacks. Eben dieser scharfe Geschmack ist – laut ayurvedischer Ernährungslehre – eine wichtige Komponente einer gesunden und ausgeglichenen Mahlzeit. Allerdings wurde auch beobachtet, dass durch eine hochkonzentrierte Aufnahme von Piperin Formaldehyd abgespalten werden kann, was sich deutlich schädigend auf die Gesundheit auswirken kann. Denn es reizt die Schleimhäute und kann auch Krebs im Nasenrachenraum auslösen. Doch das ist nicht der einzige Nachteil von Piperin: Piperin steht auch im Verdacht, die Aufnahme und Wirkung von Medikamenten zu verstärken. Demnach ist eine Einnahme von Piperin-haltigen Präparaten und Medikamenten nicht zu empfehlen, da es zu einer Überdosierung kommen kann. Das sind nur zwei Gründe, warum auf eine Supplementierung mit Piperin/schwarzem Pfeffer verzichtet werden soll. Besonders Kurkuma Kapseln werden gerne mit anderen Medikamenten eingenommen, um die gesundheitsfördernde Wirkung von Medikamenten zu verstärken.

Hilfestellung für die Wirkkraft von Kurkuma

Schwarzer Pfeffer, oder besser gesagt der Wirkstoff Piperin, erhöht zwar die Bioverfügbarkeit von Kurkuma im menschlichen Körper kann sich aber auf Dauer auch schädlich auf die Gesundheit auswirken. Doch wie kann nun die Bioverfügbarkeit von Curcumin deutlich gesteigert werden, ohne dabei negativ die Gesundheit zu beeinflussen. Die neueste Antwort auf dem Kurkuma-Markt sind holistische Präparate. Aber was sind holistische Präparate und wie steigern sie ohne Piperin die Bioverfügbarkeit von Curcumin?

Holistische Kurkuma-Präparate bestehen ausschließlich aus Inhalts- und Wirkstoffen der Kurkuma-Pflanze. Lange hat man geforscht, um die ganze Kurkuma-Knolle und nicht nur das Curcumin dem Körper zugänglich zu machen. Mit holistischen Kurkuma Kapseln wird dies nun möglich. Denn die einzelnen Wirkstoffe der Kurkuma bedingen sich selber und ergänzen sich in ihrer Wirkung. Die wasserlöslichen Kurkuma-Wirkstoffe umschließen die fettlöslichen und transportieren diese durch die Darmwand, ohne die Schleimhaut zu reizen oder andere Nebenwirkungen auszulösen. Ein weiterer Vorteil dieser innovativen Kurkuma-Kapseln ist, dass man mehr erhält als nur Curcumin, eigentlich fast die gesamte Kurkuma-Knolle. Zudem sind solche Kapseln auch dem Kurkuma-Gewürz überlegen, da zahlreiche Inhaltsstoffe und die wertvollen ätherischen Öle bei der Trocknung des Kurkuma-Pulvers verloren gehen.

Das bedeutet: Wer Kurkuma zur Prävention vor Krankheiten regelmäßig konsumiert, sollte auf die ganzheitlichen Kurkuma-Kapseln zurückgreifen. Sie enthalten alle wichtigen Wirkstoffe der Wurzel und bieten zudem eine Bioverfügbarkeit, die doppelt so hoch ist wie bei Kurkuma-Piperin Kapseln – nämlich 40-fach höher.

Wer Kurkuma-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel bei akuten Beschwerden konsumiert, sollte auf Mizellen-Kapseln zurückgreifen. Diese Kapseln sind so konzipiert, dass sie nach wie vor die höchste Curcumin-Bioverfügbarkeit haben und somit schneller und effektiver in den Blutkreislauf gelangen. Diese spezielle Mizell-Formulierung ist Bestandteil einiger Nahrungsergänzungskapseln, daher kann es sinnvoll sein auf diesen Hinweis ganz explizit zu achten, wenn Kurkuma nicht nur zur Prävention verwendet werden soll. In der Praxis bewirkt die Mizell-Formulierung, dass das fettlösliche Kurkumin dank einer wasserlöslichen Zusatzschicht optimal vom Darm aufgenommen und in den restlichen Körper geleitet werden kann.

Kurkuma als Heilmittel der Prävention oder der Behandlung von Beschwerden und Krankheiten

Grundsätzlich bleibt zu unterscheiden, ob es sich bei der Einnahme von Kurkuma um eine präventive Maßnahme handelt oder, ob eine Erkrankung durch Kurkuma in ihren Symptomen gelindert werden soll. Handelt es sich um eine präventive Maßnahme, wird Kurkuma in aller Regel in Eigenregie dosiert und eingenommen. 1,5 bis 3 Gramm täglich werden hier als Richtwerte der täglichen Dosierung ausgegeben. Oder man greift direkt zu holistischen Kurkuma-Kapseln, die eine deutlich verbesserte Wirkung auf die Gesundheit haben und viel praktischer.

Soll Kurkuma zur Behandlung bei diagnostizierten Krankheitsbildern herangezogen werden, fällt die Dosierung deutlich höher aus. Dosierungen über drei Gramm sind – je nach Krankheitsbild – durchaus nötig. Häufig ist diese hohe Dosierung nicht mehr regelmäßig und verlässlich über die eigene Nahrung zu ermöglichen. Auch muss bei der Eigenkreation von Speisen und Getränken mit Kurkuma regelmäßig daran gedacht werden, dass Kurkuma nicht wasserlöslich ist und auf sogenannte Bio-Enhancer wie den schwarzen Pfeffer angewiesen ist, um die Wirkkraft zu unterstützen. Es muss auch bedacht werden, dass in den meisten Studien zu Kurkuma und Curcumin kein normales Gewürzpulver verwendet wurde, sondern hochkonzentriertes Curcumin. Daher kann mit normalem Gewürzpulver auf keinen Fall die gleiche effektive Wirkung erzielt werden.

Um die Aufnahme von Kurkuma in der verordneten Dosierung auch sicher zuzuführen und für den Körper nutzbar zu machen, wird häufig die Kapselvariante empfohlen, lange Zeit Piperin, doch mittlerweile zur holistischen Formulierung oder die bereits erwähnte Mizell-Formulierung.

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