Kurkuma und seine Nebenwirkungen

Kurkuma Kapsel

Aufgrund des umfassenden Wirkkomplexes von Kurkuma sind Nebenwirkungen nicht gänzlich auszuschließen, doch gestaltet sich die Liste der möglichen Nebenwirkungen äußerst überschaubar.

Bei einer präventiven Anwendung in Pulverform in Speisen oder Getränken sind keine nennenswerten Nebenwirkungen zu beobachten.

Wer Kurkuma zur Therapierung schwerwiegender Erkrankungen nutzt, hat ein tendenziell höheres Risiko von Nebenwirkungen betroffen zu sein, denn die Dosierung ist entsprechend höher.

Von einer Überdosierung wäre im Übrigen bei einer Menge von 8 bis 12 Gramm täglich die Rede.

Bekannte Nebenwirkungen von Kurkuma

Diese Nebenwirkungen sind in Zusammenhang mit Kurkuma bekannt

  • Zu den bekanntesten Nebenwirkungen zählen Durchfall, Brechreiz, Übelkeit, Sodbrennen und Magen-Darm-Beschwerden. Wird Kurkuma im Rahmen einer Therapie angewandt, ist ein regelmäßiger Austausch mit dem therapiebegleitenden Arzt nötig.
  • Auch sind Nebenwirkungen ganz anderer Natur zu beobachten, denn Kurkuma färbt stark ab. Wer also mit dem puren Pulver hantiert, sollte besser Handschuhe tragen und bei Masken und Kurkuma Pasten alte Handtücher bereitlegen. Nach einer Gesichtsmaske beispielsweise muss die Haut vom gelben Farbstoff gereinigt werden.
  • Die Begleiterscheinung, die im Zusammenhang mit synthetisch hergestelltem Kurkuma auftritt, ist ein eklatanter Mangel an Wirkung. Denn obwohl synthetisch und natürlich hergestelltes Kurkuma im Grunde genommen gleich sind, entfalten synthetische Klone von Kurkuma in der Regel keine Wirkung. Man muss bei Kurkuma-Produkten aufpassen, dass diese nicht mit synthetischem Curcumin gestreckt sind. Das erkennt man vor allem an dem C14-Siegel. In natürlichen Stoffen ist das C14-Isotop enthalten und so kann mithilfe der Radiokarbon-Methode (C14) geklärt werden, ob es sich um natürliches Curcumin handelt oder nicht. Synthetisches Curcumin hat dieses Isotop nicht.

Bestimmte Personen sollten auf Kurkuma verzichten

Obgleich die Liste der Nebenwirkungen überschaubar ist, gibt es aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Belege folgende Ausschlusskriterien für den Konsum von Kurkuma.

  • Eine akute Leber- oder Gallenentzündung sowie beim Nachweis von Gallensteinen sollte Kurkuma nicht konsumiert werden.
  • Kleinkinder, Schwangere und stillende Mütter sollten vom Kurkuma-Konsum absehen, da keine wissenschaftlichen Belege über die Wirkweise bei diesen Personengruppen vorliegen.
  • Kurkuma könnte unter Umständen einen Effekt auf die Wirkweise einer Chemotherapie haben. Wer mittels Chemotherapie gegen eine Krebserkrankung vorgeht, sollte aus diesem Grund auf Kurkuma-Produkte verzichten.
  • Liegt eine Erkrankung des blutbildenden Systems vor oder werden Medikamente konsumiert, die die Blutgerinnung hemmen, darf Kurkuma erst nach Rücksprache mit einem Arzt konsumiert werden. Tendenziell besteht die Annahme, dass Menschen unter Kurkuma-Einfluss zu stärkeren Blutungen neigen.
  • Wechselwirkungen mit entzündungshemmenden Medikamenten sind möglich.
  • Wer Diabetes hat oder Medikamente einnimmt, die Einfluss auf den Blutzucker- und/oder den Cholesterinspiegel haben, muss die Werte beim Kurkuma-Konsum in jedem Fall im Blick behalten, um ungesunde Schwankungen zu vermeiden.

Grundsätzlich ist es vor jedem therapeutischen Kurkuma-Konsum empfehlenswert, den Arzt zu konsultieren. Besonders bei akuten Erkrankungen muss eine ärztliche Meinung eingeholt werden.

Video zu den Nebenwirkungen von Kurkuma