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Kurkuma und das Piperin des schwarzen Pfeffer

Kurkuma braucht schwarzen Pfeffer
Das in schwarzem Pfeffer enthaltene Piperin sorgt für eine höhere Bioverfügbarkeit von Kurkuma und sollte daher zusammen mit Kurkumin eingenommen/verzehrt werden.

Das leuchtend Gelb von Kurkuma und das dunkle Schwarz des Pfeffers haben mehr Gemeinsamkeiten, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Ein Blick in das große Wirkungsspektrum von Piperin, dem Alkaloid im schwarzen Pfeffer, das unter anderem für den scharfen Pfeffergeschmack verantwortlich ist, zeigt diese Anwendungsbereiche:

  • Atemwegserkrankungen
  • Entzündungsprozesse und bakterielle Infekte
  • Erkältungen, grippale Infekte
  • mangelnde Stoffwechseltätigkeit
  • Müdigkeit, Erschöpfungszustände
  • Verdauungsbeschwerden (Aufstoßen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Übelkeit)
  • Zellmutationen (Tumor- und Krebsbildung)
  • Zunahme von Fettgewebe, Gewichtszunahme

Das mindestens ebenso lange Wirkungsregister von Kurkuma weist deutliche Parallelen auf, denn Kurkuma wirkt bei Atemwegserkrankungen, bakteriellen und virusbedingten Infekten, bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden und krankhaften Zellmutationen (Tumorbildung, Krebserkrankung). Sie eint ihre entzündungshemmende und dabei antibakterielle Wirkweise. Fazit: Schwarzer Pfeffer und Kurkuma haben ähnliche Wirkmechanismen.

Kurkuma und schwarzer Pfeffer brauchen sich gegenseitig

Was jedoch erst in der jüngsten Forschung bekannt wurde, ist die Tatsache, dass Piperin als sogenannter Bio-Enhancer agieren kann. Das bedeutet, dass andere Vitalstoffe (unter anderem Kurkuma) erst durch die Wirkung von Piperin ihre Bioverfügbarkeit deutlich verstärken können. In der Praxis heißt das, dass Speisen- und Getränkerezepte, in denen Kurkuma in Kombination mit schwarzem Pfeffer auf der Zutatenliste steht, die Verwertbarkeit von Kurkuma im menschlichen Körper deutlich steigert.

Schwarzer Pfeffer im Portrait

Wirkungen von Pfeffer
Abbildung: Wirkungen von Pfeffer auf den Organismus

Wenn der schwarze Pfeffer schon von solch großer Bedeutung für Kurkuma ist, ist es nur sinnvoll, dem „Piper nigrum“ hier einmal ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Die Zeit des reinen Würzens mit schwarzem Pfeffer ist nämlich längst vorbei. Deutlich häufiger als auf den ersten Blick gedacht wird schwarzer Pfeffer heute schon in der Alternativmedizin eingesetzt.

Piper nigrum wird in den Tropen, in Indien, in Madagaskar, in Brasilien, in Indonesien und Sri Lanka angebaut. Um den für die Medizin nötigen Piper nigrum zu erhalten, werden die unreifen Fruchtbeeren geerntet. Die getrockneten Körner enthalten diese wichtigen Wirkstoffe:

  • Piperin
  • Chalvicin
  • Protein
  • Fett
  • Kalzium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Karotin

Piperin ist in dieser Konstellation der entscheidende Part. Dabei handelt es sich um ein Alkaloid, das aus Piperidin und Piperinsäure besteht. Neun Prozent einer Pflanze entfallen auf den Wirkstoff Piperin. Diese ist farblos und Träger des scharfen Pfeffergeschmacks. Eben dieser scharfe Geschmack ist – laut ayurvedischer Ernährungslehre – eine wichtige Komponente einer gesunden und Ausgleich bewirkenden Mahlzeit. Zudem hilft die Kombination von Pfeffer und Kurkuma dem Körper dabei, die Wirkstoffe von Kurkuma überhaupt aufnehmen zu können.

Hilfestellung für die Wirkkraft von Kurkuma

Schwarzer Pfeffer, oder besser gesagt der Wirkstoff Piperin, erhöt die Bioverfügbarkeit von Kurkuma im menschlichen Körper. Das bedeutet: Wer Kurkuma zur Prävention regelmäßig konsumiert und das Pulver tagtäglich in Speisen und Getränke einbaut, muss darauf achten, die Piperin-Komponente beizufügen. Sonst kann der Wirkstoff von Kurkuma weit weniger deutlich dort helfen, wofür er eigentlich präventiv eingesetzt werden sollte.

Wer indes Kurkuma-Kapseln als klassisches Nahrungsergänzungsmittel konsumiert, braucht sich darüber meist keine Sorgen zu machen, denn: Die Kapseln sind so konzipiert, dass sie für eine bestmögliche Aufnahme des Wirkstoffs sorgen. Neuen Erkenntnissen zufolge sei insbesondere die Mizellen-Formulierung dafür verantwortlich, dass Kurkumin im menschlichen Körper auch seine Wirkung entfalten kann. Diese spezielle Mizell-Formulierung ist Bestandteil einiger Nahrungsergänzungskapseln, daher kann es sinnvoll sein auf diesen Hinweis ganz explizit zu achten. In der Praxis bewirkt die Mizell-Formulierung, dass das fettlösliche Kurkumin dank einer wasserlöslichen Zusatzschicht optimal im Darm wirken kann.

Kurkuma als Heilmittel der Prävention oder der Behandlung von Beschwerden und Krankheiten

Grundsätzlich bleibt zu unterscheiden, ob es sich bei der Einnahme von Kurkuma um eine präventive Maßnahme handelt oder, ob eine Erkrankung durch Kurkuma in ihren Symptomen gelindert werden soll. Handelt es sich um eine präventive Maßnahme, wird Kurkuma in aller Regel in Eigenregie dosiert und eingenommen. 1,5 bis 3 Gramm täglich werden hier als Richtwerte der täglichen Dosierung ausgegeben.

Soll Kurkuma zur Behandlung bei diagnostizierten Krankheitsbildern herangezogen werden, fällt die Dosierung deutlich höher aus. Dosierungen über drei Gramm sind – je nach Krankheitsbild – durchaus nötig. Häufig ist diese hohe Dosierung nicht mehr regelmäßig und verlässlich über die eigene Nahrung zu ermöglichen. Auch muss bei der Eigenkreation von Speisen und Getränken mit Kurkuma regelmäßig daran gedacht werden, dass Kurkuma nicht wasserlöslich ist und auf sogenannte Bio-Enhancer wie den schwarzen Pfeffer angewiesen ist, um seine volle Wirkkraft entfallen zu können.

Um die Aufnahme von Kurkuma in der verordneten Dosierung auch sicher zuzuführen und für den Körper nutzbar zu machen, wird häufig zur Kapselvariante gegriffen, die Piperin und die bereits erwähnte Mizell-Formulierung beinhaltet. Wer eine Alternative zur Kapsel sucht, kann auch vorgefertigte Kurkuma-Säfte nutzen. Diese ermöglichen eine bestmögliche Nutzbarkeit des Kurkuma-Wirkstoffes und lassen sich trotzdem flexibel und individuell in die täglichen Ernährung integrieren. 

 

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Hinweis:
kurkuma-wirkung.de