Kurkuma: Die gelbe Power-Wurzel bei Volkskrankheiten

Power-Wurzel Kurkuma

Die gebündelte Naturkraft der Kurkuma Wurzel ist derzeit in aller Munde. Sie gilt als eine der ältesten traditionellen Heilpflanzen. Schon vor Tausenden von Jahren wurde sie in der traditionellen Heilkunst Ayurveda vielfältig genutzt. Mittlerweile wurde ihr Hauptbestandteil, das Curcumin, in über 10.000 Studien erforscht.

Nach Expertenmeinungen steckt in der Kurkuma-Wurzel weitaus größeres Potenzial als bisher angenommen.

Erfahren Sie in diesem Artikel, für welche Krankheiten bereits konkrete Erkenntnisse zur Wirkung von Kurkuma vorliegen.

Ein Blick auf die Studienlage:

1. Arthritis und Gelenkschmerzen

Curcumin ist eine vielversprechende Ergänzung bei der Behandlung von Gelenkschmerzen.

Das fanden Forscher im Jahr 2016 heraus. In einer groß angelegten Untersuchung kamen sie zu einem verblüffenden Ergebnis: die gelbe Wurzel kann quälende Arthritis-Beschwerden reduzieren und eine entzündungshemmende Wirkung entfalten – und das ohne nennenswerte Nebenwirkungen. (1)

Hinweis: Viele Curcumin Präparate enthalten Piperin – ein hochkonzentrierter Scharfstoff der den Magen reizen kann.

2. Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen

Curcumin kann Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfungen verringern.

Das unangenehme Leiden ist immer noch ein Tabuthema. Dabei sind in Deutschland rund 15 Millionen Menschen vom Reizdarmsyndrom betroffen. Curcumin könnte jedoch durch seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung auch hier Abhilfe schaffen.

Das zeigten insgesamt drei Studien, mit über 300 Patienten. Die Forscher konnten bei vielen Betroffenen eine Linderung der Reizdarm-Symptome feststellen.(2,3)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listet sogar bereits seit 1999 Kurkuma offiziell als Heilpflanze gegen Verdauungsbeschwerden und Magenprobleme.

3. Fibromyalgie & Chronisches Erschöpfungssyndrom

Die indische Heilpflanze reduziert schmerzhafte Entzündungsherde und fängt freie Radikale.

Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung, die häufig mit quälenden Schmerzen des Bewegungsapparats einhergeht. Extreme Müdigkeit, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind die Folge.

Laut aktueller Untersuchungen könnte Curcumin auch hier wertvolle Unterstützung leisten um die Schübe unter Kontrolle zu bringen. (4) Das liegt wahrscheinlich an seiner Wirkung als natürliche Antioxidans.

4. Lebererkrankungen

Curcumin stimuliert die Produktion und Freisetzung von Galle aus der Gallenblase.

Dadurch werden unerwünschte Stoffe aus dem Körper geleitet. (4) Kurkuma kann dabei der Leber bei ihrer Arbeit helfen. Das Organ ist das zentrale Filtersystem des Körpers und arbeitet unermüdlich Tag und Nacht.

Wissenschaftler aus Südkorea fanden zudem heraus, dass Curcumin die Funktion der Leber beim Alkoholabbau unterstützen kann. Die Einnahme von Curcumin steigerte nämlich die Aktivität der Enzyme, die für den Alkoholabbau benötigt werden. (5)

5. Erkrankungen der Schilddrüse

Curcumin könnte dazu beitragen, die unangenehmen Symptome einer Schilddrüsenerkrankung zu lindern.

Eine Schilddrüsenerkrankung ist auf eine Entzündung der Schilddrüse zurückzuführen. Die Hashimoto-Thyreoiditis ist mit 80% die häufigste Form der Schilddrüsenentzündung.

Neben einer erhöhten Jodzufuhr kann auch Kurkuma einen wertvollen Beitrag zur Therapie leisten. Denn Curcumin besitzt die Fähigkeit Entzündungen entgegenzuwirken, bakterielle Überbesiedelung zu reduzieren und freie Radikale zu bekämpfen. (6)

Fazit

Die entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma kann einen positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf unterschiedlicher entzündlicher Erkrankungen haben.

Für den therapeutischen Einsatz eignen sich magenschonende Mizell-Kurkuma Formulierungen ohne Pfeffer. Für den alltäglichen Gebrauch in der Küche sollten sie auf hochwertige Bio-Produkte setzen.

Wichtig: Kurkuma ist kein Heilmittel. Es kann lediglich ergänzend zur eigentlichen Therapie eingenommen werden. Verlassen sie sich immer auf die qualifizierte Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Quellen

  1. Bachmann, C. (2016). Curcuma bei Arthrose (…) 28(6), 321–323. doi:10.1159/000452613
  2. Ng, Q., Soh, A., Loke, W., Venkatanarayanan, N., Lim, D., & Yeo, W.-S. (2018). A Meta-Analysis (…), 7(10), 298. doi:10.3390/jcm7100298
  3. Bundy, R., Walker, A. F., Middleton, R. W., & Booth, J. (2004). Turmeric Extract May Improve IBS (…), 10(6), 1015–1018. doi:10.1089/acm.2004.10.1015
  4. García-Niño, W. R., & Pedraza-Chaverrí, J. (2014). Protective effect of curcumin (…), 69, 182–201. doi:10.1016/j.fct.2014.04.016
  5. Lee, H. I., et al., Low doses of curcumin protect (…), 93(18–19), Seite 693–699
  6. Aggarwal, B. B., & Harikumar, K. B. (2009). Potential therapeutic effects of curcumin (…), 41(1), 40–59.